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Informationen
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Der oberste Grundsatz des EKV, das vom Aussterben bedrohte Handwerk den nachfolgenden Generationen zu erhalten, ist im § 1 der Satzung festgelegt:
„Der Verein versteht sich als Dachverband, dem alle Vereine und Vereinigungen, die sich mit traditionellen Pyrolyseverfahren beschäftigen, beitreten können, wenn sie gemeinnützig tätig sind und die Satzung anerkennen.
Der Zweck des Vereins ist die Wahrung und Pflege des traditionellen regionalbezogenen Handwerks der Köhlerei, Teerschwelerei, der Pechsiederei und Harzer und artverwandter Gewerke sowie die Darstellung des Zusammenhangs der Köhlerei mit dem historischen Bergbau und Hüttenwesen.
Der Verein widmet sich der Förderung des Heimatgedankens und der Pflege von Brauchtum und Kultur in den Regionen Europas, wo noch heute das Köhlerhandwerk u.o.g. Gewerke in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben sind.
Die Mitglieder des Vereins setzen sich in ihrer Heimat für die Erhaltung historischer Köhlereien ein und unterstützen die Wiederherstellung solcher Anlagen und deren Ausbau zu Heimatmuseen und Freiluftmuseumsanlagen an den ehemaligen Standorten des Köhlerhandwerks, der Teerschwelereien, der Pechsiedereien und anderer oben genannter Handwerke“.
Um diese Ziele zu erreichen, ist ein ständiger Kontakt zwischen den Mitgliedern, Vereinen, Kommunen und Ländern notwendig, der vor allem von den Präsidiumsmitgliedern getragen wird. Die jährlich stattfindenden Präsidiumssitzungen dienen der wissenschaftlichen Forschung und Kontaktaufnahme in den Regionen Deutschlands und den historischen Standorten des Handwerks in Europa. Die Ergebnisse werden in der „Freien Schriftenreihe des EKV“ dokumentiert und so den Mitgliedern und anderen Interessenten zugänglich gemacht.
Höhepunkte des Vereinslebens sind die aller zwei Jahre stattfindenden Köhlertreffen, die immer dort durchgeführt werden, wo die Holzverschwelung einen festen Standort hat und durch engagierte Mitglieder vor Ort betrieben wird.
Bisherige Köhlertreffen des Europäischen Köhlervereins:
| 1996 | | 1. Köhlertreffen in Sosa / Erzgebirge / Freistaat Sachsen |
| 1999 | | 2. Köhlertreffen in Tornau / Dübener Heide / Sachsen – Anhalt |
| 2001 | | 3. Köhlertreffen in Selb und Fichtelberg / Fichtelgebirge / Freistaat Bayern |
| 2003 | | 4. Köhlertreffen in Hasselfelde und Braunlage / Harz / Sachsen – Anhalt / Niedersachsen |
| 2005 | | 5. Köhlertreffen in Rohr im Gebirge / Niederösterreich/ Österreich |
In Auswertung des 4. Köhlertreffens im Harz 2003 und zu den Präsidiumssitzungen 2004 und 2005 konnte festgestellt werden, dass durch die intensive Arbeit der Mitglieder des Europäischen Köhlervereins die Köhlerei und andere traditionelle Gewerke der Pyrolyseverfahren in Deutschland und zunehmend auch in anderen europäischen Ländern einen wichtigen Stellenwert in der Traditionspflege alter Handwerkskunst eingenommen haben. Das Köhlerhandwerk ist wieder in der Achtung gestiegen und befindet sich überall im Aufstreben. Das historische Handwerk wird immer stärker betrieben und Demonstrationen von alter Köhlerkunst haben in Deutschland, aber auch in Schweden, Finnland, der Schweiz, Tschechien, Rumänien, Ungarn, Polen und Österreich zugenommen und werden immer mehr im touristischen Sinne genutzt.
Wir wollen den positiven Trend fortsetzen und rufen alle Köhler auf, neben dem wirtschaftlichen Erwerbszweck auch das altehrwürdige und traditionelle Köhlerhandwerk zu fördern und von Zeit zu Zeit auch seinen Gästen und Besuchern zu zeigen.
Der Europäische Köhlerverein wird sich in der Zukunft neben seiner bisherigen Arbeit zur Bewahrung und Pflege der alten Handwerkskunst zunehmend auch der wissenschaftlichen Arbeit widmen. Es geht uns darum, den Köhler in seiner historischen Bedeutung an die Seite des Bergmanns und Hüttenwerkers zu stellen und seine Rolle bei der Industria-lisierung und technischen Entwicklung der Menschheit besser zu würdigen, als das bisher geschehen ist.
Diesen Zielen dient unsere Schriftenreihe und die Vorbereitung und Durchführung von Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Symposien an den Standorten des traditionellen Montanwesens.
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