Europäischer Köhlerverein
Europäischer Köhlerverband e.V. gegründet 1997 in Hasselfelde, Sitz in Eibenstock OT Sosa, Präsident: Karl Josef Tielke, Mail: info@europkoehler.com
  
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Holzkohlemeiler

aktuelle Informationen

Seit einigen Tagen rauchen in den Köhlereiregionen Europas wieder die Meiler der Saison 2018. Die ersten Meiler sind angesteckt, das erste Meilerfest ist gefeiert, die erste Kohle ist geerntet. Ganz früh starteten Köhler in Wieden (Schwarzwald). Dort gab es erstmals einen Wintermeiler, über den die "Landesschau Baden-Württemberg" des SWR Fernsehen BW am 03.01.2018 in Bild und Ton berichtete. Auf www.europkoehler.com haben wir schon wieder mehr als 90 Meilertermine des laufenden Jahres gelistet. Wer seinen Meilertermin darunter vermisst, ist herzlich eingeladen, diesen für die Veröffentlichung mitzuteilen (info@europkoehler.com)... Mehr als 30 Meiler werden allein im Mai schwelen und belegen so erneut die Gültigkeit des alten Harzer Köhlerliedes "In dem schönen Monat Mai zieht der Köhler in sein Hai (Kohlgehölz)…". Bei den Meilerwochen gibt es in diesem Jahr auffällig viele Meiler mit jungen Leuten (Kindermeiler/Schülermeiler..) und Kooperationen mit Freilichtmuseen. Auch einige Ortsjubiläen werden wieder mit einem Meiler gekrönt. Reichlich Gelegenheiten also, unser traditionsreiches Handwerk auch in diesem Jahr live, in Farbe und mit seinem unvergleichlichen Duft zu erleben. Dieses immaterielle Kulturerbe lebt!!! Allen Besuchern ein herzliches Willkommen, allen Köhlerinnen und Köhlern ein gutes Gelingen am Meiler und ein kräftiges GUT BRAND… (Foto: Jochen Tack, Essen)
2018 ist Europäisches Kulturerbejahr! Mit einer Vielzahl an Veranstaltungen und Aktivitäten feiert Europa sein grenzüberschreitendes kulturelles Erbe.
Staatsministerin für Kultur und Medien, Professor Monika Grütters sagte bei der Eröffnung: „Mit dem Europäischen Kulturerbejahr laden wir dazu ein, im Austausch über unsere gemeinsamen Wurzeln und Werte der Seele Europas nachzuspüren. Die Frage danach, worauf Europa aufgebaut ist, was uns ausmacht als Europäerinnen und Europäer, ist heute drängender denn je angesichts der vielerorts zu beobachtenden Erosion der europäischen Einigung. Ich bin überzeugt: Nur als Wertegemeinschaft hat die Europäische Union eine Zukunft! Denn nur so weckt die europäische Idee jenen Enthusiasmus, der Europa vor einem Rückfall in Abschottung, Gewalt und Unfreiheit bewahren kann.“
Das Europäische Kulturerbejahr 2018 findet in Deutschland unter dem Motto „SHARING HERITAGE“ (Erbe teilen) statt und geht auf eine Initiative des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zurück. Es orientiert sich an zwischen Bund, Ländern und Kommunen abgestimmten Themen unter der Grundidee „Das Europäische im Lokalen entdecken“ mit besonderen Akzenten auf dem baulichen und archäologischen Erbe. Das archäologische Kulturerbe wird ab 21. September 2018 in der Ausstellung "Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland" im Martin-Gropius- Bau in Berlin dargestellt. Die deutschen Aktivitäten setzen auch einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermittlung des Kulturerbes an Kinder und Jugendliche.
Die digitale Plattform www.sharingheritage.de ist die zentrale Anlaufstelle für alle Aktivitäten rund um das Kulturerbejahr. Sie dient Interessierten zur Information über das Europäische Kulturerbejahr 2018 in Deutschland und stellt dar, was wann und wo im Rahmen des Jahres passiert. Darüber hinaus dokumentiert die Plattform bereits abgeschlossene Veranstaltungen und Projekte. Hier können sich alle, die mitmachen – egal ob große geförderte Leuchtturmprojekte oder zivilgesellschaftlich Engagierte auf lokaler Ebene – wiederfinden, präsentieren und vernetzen.
Zeitgleich mit dem Kinostart des Dokumentarfilms «Köhlernächte» von Robert Müller stellt die Stiftung Fotodok vom 11. 01. - 30. 04. 2018 die Langzeitdokumentation „Die Köhler am Napf“ des Luzerner Fotografen Simon Meyer vor.
Das jahrtausendealte Handwerk der Holzkohle-Herstellung übte auf den gelernten Kunstschmied und heutigen Fotografen Simon Meyer schon immer eine grosse Faszination aus. So nahm er, begleitend zu den Arbeiten von Robert Müller am Dokumentarfilm «Köhlernächte», von 2012 bis 2017 immer wieder die kurvigen Strassen zum «Trachslis», zur «Hängelenflüe», zur «Finsteregg», zum «Unterbramboden» und zu all den anderen Köhlerplätzen im Napfgebiet unter die Räder. Dabei entstand eine umfangreiche und spannende Langzeitdokumentation über die Köhler am Napf – von der einzigen Schweizer Köhlerin Doris Wicki bis zum jungen Nachwuchsköhler Lukas Thalmann. Die eindrücklichen Bilder zeigen nicht nur die handwerklichen Abläufe der zeitintensiven, schmutzigen und körperlich anstrengenden Kohleherstellung, sondern halten auch das lange nächtliche Warten an den schwelenden und Funken sprühenden Meilern fest.
www.fotodok-galerie.ch
Die MItgliederversammlung des Europäischen Köhlerverbandes e.V. in Lembach (Frankreich) hat am 28. Juli 2017 einstimmig beschlossen, das 12. Europäische Köhlertreffen vom 22. - 25. August 2019 in Hardehausen (Hansestadt Warburg) und Giershagen (Stadt Marsberg) durchzuführen. Die Einladung zu diesem Treffen wird mit der Weihnachtspost 2018 verschickt. Weitere Informationen nach Stand der Dinge fortlaufend hier.
2o Jahre Europäischer Köhlerverband, eigentlich eine zu kleine Zahl, um schon gross zu feiern! Auf der anderen Seite eine schöne Gelegenheit, innezuhalten und die rasante Entwicklung seit 1997 zu würdigen.
Am 03. Oktober 1997 kamen im Stemberghaus in Hasselfelde/Harz zahlreiche Köhlerfreunde zusammen, um zuallererst die Eröffnung des ersten deutschen Köhlereimuseums zu feiern. 18 von ihnen hatten noch anderes im Sinn: sie beschlossen förmlich, den Europäischen Köhlerverein zu gründen. Überraschend vielleicht: der 03. Oktober war ja schon damals Tag der deutschen Einheit, und dennoch wurde ein europäischer Verband gegründet! Ich halte diese Tatsache nach wie vor für eine visionäre Entscheidung, die unseren Verband - so wie den wehenden Meilerduft - nicht eng national begrenzt, sondern in einen weiten grenzüberschreitenden Horizont gestellt hat. Und wer von uns erinnert sich nicht mit Freude und manchmal feuchten Augen an die beglückenden Begegnungen mit den europäischen Nachbarn, an das Erleben und Geniessen der anderen Kulturen, auch wenn der erste Schritt manchmal Überwindung gekostet hat? Besonders die europäischen Köhlertreffen (Vertreter der Ausrichter aus Österreich, aus Italien, der Schweiz und aus Frankreich sind unter uns) haben Verbindungen zu Freundschaften wachsen lassen, die Sprachprobleme bedeutungslos machen und auch durch schlechte Nachrichten aus Politik und Finanzwelt nicht erschüttert werden. Wir leben Europa - zwar im Kleinen, aber auf solidem Fundament: verwurzelt in unseren Heimatregionen, offen und respektvoll im Umgang Miteinander und fernab von politischem Kalkül!! Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir den kleinen Rest von Skeptikern und Gegnern in Europa und unter Europapolitikern mit unserer Europafreude noch anstecken und begeistern können!
Im Zeitraffer ein paar Fakten aus den 20 Jahren: inzwischen haben 11 Europäische Köhlertreffen stattgefunden; die 12. Ausgabe unseres jährlichen Magazins „Der Köhlerbote“ ist im Werden; das 16. Heft unserer Schriftenreihe mit fachlichen Themen des montanen Verbundes von „Bergbau - Köhlerei - Hüttenwesen“ ist in diesem Jahr zu den chemischen Prozessen der Pyrolyse erschienen; unsere Homepage (seit 2008) wurde im letzten Jahr frisch geliftet und erfreut sich grosser Beliebtheit - vor allem außerhalb der Reihen unserer Mitglieder; im vorigen Jahr konnten wir unser Archiv in Sosa eröffnen. Und ganz nebenbei: aus den 18 Gründungsmitgliedern sind inzwischen etwa 2500 Mitglieder in 11 Ländern geworden, ohne unseren Ägypter als eigenes Land hinzuzuzählen! Und als besonders schönes Geburtstagsgeschenk erreichte mich gestern die Beitrittsankündigung der slowenischen Köhlervereinigung! Der absolute Höhepunkt der 20 Jahre war mit Sicherheit die Aufnahme von Köhlerhandwerk und Teerschwelerei in das erste bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland im Dezember 2014 (nach den Anerkennungen in Österreich 2011 und der Schweiz 2012), vor allem, weil als Trägergruppe der antragstellende Europäische Köhlerverband ausgezeichnet wurde. Mit dieser Anerkennung wird nicht nur die weitgehende Ignoranz der Geschichtsschreibung für die herausragende Bedeutung unseres Handwerkes in der Kultur- und Technikgeschichte der Menschheit wieder in’s Lot gebracht, sondern auch eine - wenn auch verspätete - Anerkennung für das Lebenswerk von Generationen von Köhlern und Teerschwelern ausgesprochen - eine Ehre, die wir Heutigen zweifellos unverdient geniessen dürfen!
Diese Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe markiert auch einen bedeutsamen Meilenstein für die weitere Entwicklung unseres Verbandes. Denn es öffnet die Perspektive zum einen über die rein technische und funktionale Bedeutung der Köhlerei hinaus auf die Kultur der Köhler und Schweler und zum anderen aus einer rein historischen Bewahrung in eine auf Gegenwart und Zukunft bezogene Dimension! Immaterielles Kulturerbe ist ja kein Museum, sondern lebendige Erinnerungskultur, die sich im tätigen Vollzug weiter entwickelt. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, hat bei der Auszeichnungsfeier zum immateriellen Kulturerbe am 16.03.2015 in Berlin zu dessen gesellschaftspolitischer Bedeutung einen zentralen Gedanken formuliert, den ich immer wieder gern zitiere:
„Eine Gesellschaft,
die mit ihren kulturellen Eigenheiten ihre eigene Identität und ihr Selbstverständnis pflegt, kann dem Anderen, dem Fremden, dem Unverständlichen Raum geben,
ohne sich dadurch bedroht zu fühlen.
Wo es dagegen keinen kulturellen Kern mehr gibt,
braucht es Feindbilder,
um sich der eigenen Identität zu vergewissern.“
Wahre Worte, fast als wären sie aktuell für die Tage nach dieser Bundestagswahl gesprochen, und so etwas wie das kleine Einmaleins für ein friedliches Zusammenleben im Kleinen wie im Grossen!
Wir müssen uns schon die Frage gefallen lassen, was wir dazu beitragen, unser kulturelles Erbe in diesem Sinne zu praktizieren, und was wir in das Konzert der vielen anderen kulturellen Erbe einbringen.
Damit einher geht die Frage, was denn die identitätsprägenden Kerne, die elementaren Haltungen und die grundlegenden Werte unserer überlieferten Köhlerkultur ausmacht.
Oder ist uns das alles zu anstrengend, und wir begnügen uns mit Holzspalten und Kohlemachen?
Dann sollten wir die Auszeichnung schnellstmöglich zurückgeben!
Für mich stecken in diesen (und weiteren) Fragen zentrale Zukunftsaufgaben des Europäischen Köhlerverbandes, denen wir uns zu stellen haben und in denen wir uns mit Freude und Leidenschaft engagieren werden.
Ein erster, vorläufiger Versuch zur Antwort auf unsere Essentials kam mir kürzlich gänzlich unerwartet entgegen:
Bei der Suche nach Spuren der Köhlerkultur in der Literatur bin ich auf ein Gedicht aus dem Jahr 1803 gestossen, also frei vom Verdacht, etwas in unsere Zeit hinein interpretieren oder unsere Fragen beantworten zu wollen. Der Verfasser ist unbekannt. Es wurde veröffentlicht in „Hamburg und Altona“, einer Zeitschrift zur „Geschichte der Zeit, der Sitten und des Geschmaks“, und trägt den schlichten Titel Köhlerlied:

"Lustig, ihr Köhler! im schaurigen Wald!
Hört, wie der Sturm durch die Tannen verhallt!
Schwarz, wie die Nacht, ist euer Gesicht;
Aber beim Himmel! Das Herz ist es nicht.

Gastfrei und freundlich, und traulich und froh
Theilt ihr den Bissen, das Lager von Stroh;
Weis’t den verirrten Wandrer zurecht,
Haltet Verstellung und Schandthat für schlecht.

Flink nach dem Meiler, ihr Köhler! gesehn,
Daß nur ja keine Löschkohlen entstehn!
Klingend und schwer und stahlblau allein
Müssen die Kohlen des Meilers stets seyn."

Welche Hinweise für unsere Gegenwart und Zukunft können wir aus den wenigen Zeilen herausdestillieren?
Ich will nur zwei Akzente herausgreifen:

Herzlich, freundlich, gastlich, Brot und Lager teilen - wäre es völlig abwegig, diese Attribute auf unseren Umgang miteinander und z.B. auch auf den Umgang mit Menschen, die Zuflucht bei uns suchen, anzuwenden?

Authentisch, unverstellt, echt - wäre nicht im Konzert der vielen Phrasendrescher und Demagogen, der Schauspieler und Lügenbolde unserer Tage mit dem Lebensmodell „Köhler pur“ eine echte Lücke zu füllen?

In diesem kleinen, unscheinbaren Gedicht stecken in meinen Augen gelebte Maßstäbe unserer Vorfahren, die auch in unseren wirren Zeiten nicht nur uns, sondern auch den ganz vielen Anderen echte Orientierung geben können. In diesen Spuren sollten wir uns bewegen und sie immer weiter und tiefer für unseren Alltag übersetzen - viel zu tun und eine durchaus lohnende Perspektive…
In diesem Sinne
- auf die Gründer von 1997
- auf ein offenes und friedliches Europa
- auf eine gute Zukunft für den Europäischen Köhlerverband
Allzeit GUT BRAND

Karl Josef Tielke, Präsident des Europäischen Köhlerverbandes e.V.
(Programmatischer Teil meiner Begrüssungsansprache beim Festabend zum zwanzigjährigen Bestehen des EKV am 30. September 2017 in der Köhlerhütte Fürstenbrunn im Erzgebirge - mit auf dem Foto: Amélie Leflaec, Europäische Köhlerliesel 2017)
Der 20. Geburtstag des EKV wurde mit einer Kette von Höhepunkten begangen: Empfang durch Bürgermeister Uwe Staab im Rathhaus Eibenstock; Begegnungsabend in der im Aufbau befindlichen Schauköhlerei in Sosa; Fachsymposium zur Köhlereigeschichte und zum frühen montanen Verbund "Bergbau, Köhlerei und Hüttenwesen" in ausgewählten Regionen; Exkursion in die Montanregion Erzgebirge mit Stationen in der zum Erntedank festlich geschmückten Kirche in Sosa, in Annaberg-Buchholz und im "Frohnauer Hammer"; Begrüssung an der Köhlerhütte Fürstenbrunn durch "Köhler Schmidt"; Festabend mit Reden und Grussworten (Präsident Karl Josef Tielke, Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel, Bürgermeister Uwe Staab und der Sosaer Ortsvorsteher Tobias Unger, Repräsentanten der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine: Kurt Wardenga, Vorsitzender des Bundesverbandes und Vizepräsident der Europäischen Vereinigung, Vertreter des Landesverbandes Sachsen), einer Talkrunde zu den Anfängen des EKV, leckerem Essen von Heiko Schmidt, Musik der Sosaer Köhlermusikanten und am Ende Köhler und Bergleute verbunden durch das rote Köhlertuch... Auf dem Foto überreichen Zeno und Merino von unseren Köhlerfreunden aus Zoppè eine vom Holzkünstler Merino Mattiuzzi eigens angefertigte Holzplakette mit den Austragungsorten der bisherigen europäischen Köhlertreffen. Weitere Fotos von Marion und Reinhard Schandelle und Teresa Tielke in der Fotogalerie.
Am gestrigen Sonntag ging am Fusse der Burg Fleckenstein das 11. Europäische Köhlertreffen zu Ende. Mehr als 400 Köhler und Köhlerfreunde aus ganz Europa durften vier Tage in die elsässische Kultur und Lebensart eintauchen. In der konzentrierten Mitgliederversammlung beschlossen die Mitglieder u.a. den Namen in "Europäischer Köhlerverband e.V. " zu ändern, einige Passagen der Satzung neu zu fassen, ein neues Präsidium zu wählen (für vier Jahre: Präsident Karl Josef Tielke, Vizepräsidenten Doris Wicki und Peter Feldmer, Schatzmeister Meinolf Kopshoff, Schriftführer Wilfried Luther) und das 12. Europäische Köhlertreffen 2019 nach Hardehausen und Giershagen zu vergeben. Neue europäische Köhlerliesel in der Nachfolge von Saskia Abstreiter wird für zwei Jahre Amélie Leflaec. Beim Köhlerabend am Samstag gab es herzliche Dankesworte und -geschenke der Teilnehmergruppen für die vorzüglichen Gastgeber. Der oekumenische Gottesdienst im Innenhof der Burg Fleckenstein mit Köhlerchor und Bläsergruppe setzte einen würdigen Schlusspunkt. In der Herzkammer Europas konten die Köhler und Köhlerfreunde in ihren Begegnungen erneut die lebendige und verbindende Kraft der europäischen Idee intensiv erleben und neue Freude an Europa tanken! Ein riesiges DANKE den über alle Massen herzlichen und gastfreundlichen Köhlerfreunden "D'Flackstaaner Kohlebranner" - Au revoir Alsace und Willkommen 2019 in Hardehausen und Giershagen...
(Erste Fotos von Teresa Tielke und Hartmut Bisinger in der Bildergalerie, weitere Berichte u.a. über die Mitgliederversammlung folgen)
Vom 31. März - 02. April 2017 fand die 20. Präsidiumssitzung des EKV im alten Harzer Köhlerdorf Wolfshagen statt. Neben aktuellen Berichten standen die Vorbereitung auf das 11. Europäische Köhlertreffen 2017 in Lembach (Elsaß), sowie Überlegungen zum 20. Geburtstag des EKV im Herbst dieses Jahres an. Die im Vorjahr begonnenen Beratungen über eine Anpassung der Satzung an die Veränderungen in der Mitgliederstruktur und eine verbindlichere Europäisierung der Gremien konnten mit der Formuliereung entsprechender Anträge für die Mitgliederversammlung abgeschlossen werden. Vorüberlegungen für die im Sommer turnusmäßig anstehenden Neuwahlen schlossen sich an. Im Rahmen der Sitzung konnte Kurt Jacob (verantwortlich für die freie Schriftenreihe des EKV) das erste Exemplar des neuen Heftes "Vom Holz zu Kohle und Teer - Die Verwandlung von Holz im Meiler oder Teerofen zu neuen Produkten" an Präsident Karl Josef Tielke überreichen. Der Autor dieses Heftes, unser langjähriges Mitglied Gerd Heil, hat darin die chemischen Prozesse der Pyrolyse nicht nur verständlich beschrieben, sondern mit einem gefilmten Laborversuch anschaulich dargestellt. Er hat das Heft den Mitgliedern des EKV zum zwanzigjährigen Bestehen gewidmet. Neben den Präsidiumsberatungen gab es ausgiebige Möglichkeiten, Einblicke in die Kultur der Harzregion und die lokale Bergbau- und Köhlereigeschichte zu erleben. So begrüssten die "Wolfshäger Hexenbrut" und der Chor der Wolfshäger Meilerfreunde ihre Gäste am ersten Abend zünftig und mitreissend. Stadt- und Ortsbürgermeister und der Vorsitzende des Harzclubs zeigten sich erfreut, dass Wolfshagen für drei Tage ein Mittelpunkt Europas sein dürfe. Mit dem Besuch des Weltkulturerbes Rammelsberg und einer Untertageführung zur historischen Wasserführung in diesem bedeutendsten Harzer Bergwerk konnten die Präsidiumsmitglieder mit Begleitung den Dreiklang von Bergbau, Köhlerei und Hüttenwesen in der frühen Montangeschichte handfest erfahren. Beim Abschlussabend stellte Gerd Heil das in seinem Auftrag nach historischen Vorlagen nachgebaute Pechhorn optisch und akustisch vor. In den guten Begegnungen zeigte sich erneut, wie prägend der europäische Gedanke im EKV lebt!!! Mit grossem Köhlerdank an die herzlichen Gastgeber der Wolfshäger Meilerfreunde machten sich alle auf die Heimfahrt. (Foto: Karl Heinz Kordt, weitere Fotos in der Rubrik "Bildergalerie")
Immer wieder erreichen uns Anfragen und Bestellwünsche zu Halstüchern und Poloshirts, Aufnähern und Aufklebern. Diese können über das Büro in Sosa bestellt werden! Die beliebten roten Dreiecks-Halstücher aus solidem Stoff mit aufgesticktem "GUT BRAND" gibt es in den Maßen 100/68/68 cm zum Preis von 12,00 € pro Stück zzgl. Versandkosten, Poloshirts mit dem gestickten Schriftzug "Europäischer Köhlerverein" auf der Vorderseite und einem gestickten Meileremblem auf der Rückseite zum Preis von 40,00 € pro Stück zzgl. Versandkosten, Aufnäher mit dem eingestickten Logo des EKV mit dem Durchmesser von etwa 9,5 cm zum Preis von 4,50 € pro Stück zzgl. Versandkosten, Aufkleber mit dem Logo des EKV mit dem Durchmesser von etwa 9,5 cm zum Preis von 1,00 € pro Stück zzgl. Versandkosten. Bestellanschrift: Europäischer Köhlerverein e.V., Hauptstr. 28, 08309 Eibenstock OT Sosa oder info@europkoehler.com
Beim 10. Europäischen Köhlertreffen in Neukirchen konnte ein neues Produkt des EKV vorgestelltwerden: das KÖHLERSPIEL! In der Art der bekannten Leiterspiele lässt sich mit diesem Würfelspiel die Arbeit eines Köhlers vom Aufbau des Meilers über das Verschwelen bis zum Ernten der Holzkohle verfolgen. Eine geniale Möglichkeit, wie Kinder einen spielerischen Zugang zum Köhlerhandwerk bekommen können - am besten, wenn Eltern oder Grosseltern mit ihnen spielen und dabei noch Erinnerungen und Erlebnisse einfliessen lassen! Dank der grosszügigen Unterstützung der BIAG (Barbecue Industry Association Grill e.V.) können wir das Spielfeld zum Stückpreis von 2,50 € zzgl. Versandkosten anbieten. Wer gleich 5 Expl. bestellte, zahlt dafür lediglich 10,00 € zzgl. Versandkosten. Bestellungen bei: Europäischer Köhlerverein e.V., Hauptstr. 28, 08309 Eibenstock oder bei Karl Josef Tielke, Liethberg 20 A, 33178 Borchen (info@europkoehler.com).


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