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Europäischer Köhlerverein
Europäischer Köhlerverband e.V. gegründet 1997 in Hasselfelde, Sitz in Eibenstock OT Sosa, Präsident: Karl Josef Tielke, Mail: info@europkoehler.com
  
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Holzkohlemeiler

aktuelle Informationen

Liebe Köhlerfreundinnen und Köhlerfreunde!

Nun geht das Jahr unseres 25-jährigen Bestehens mit grossen Schritten seinem Abschluss entgegen. Obwohl der Tag unseres 25. Geburtstages ja erst am 03. Oktober anstand, war doch das gesamte Jahr durchzogen vom Erinnern an die Gründung des EKV. Das begann schon Anfang des Jahres, als wir zusammen mit der BUR-Werbeagentur in Annaberg-Buchholz drei RollUps gestaltet haben, die im Laufe des Jahres bei etlichen Köhlerwochen und Meilerfesten einen besonderen Hingucker abgaben und sich als verbindender Blickfang mit einheitlicher Bildsprache in unterschiedlichen Sprachen quer durch Europa zogen. Das zeigte sich am auffälligsten bei zahlreichen Stationen unserer europaweiten Anzündestaffel zu unserem 25. Geburtstag. Diese Anzündestaffel war zweifellos die zentrale Aktion unseres Jubiläumsjahres. Im Köhlerboten könnt ihr das alles in Wort und Bild mitverfolgen.
Auch im Rahmen unserer diesjährigen Präsidiumssitzung in Zoppè di Cadore spielte dieses Jubiläum eine zentrale Rolle. Am zweiten Abend stellten die Tischreden zwei wichtige Blickwinkel für Geschichte und Gegenwart unseres Verbandes in die Mitte. Rückblickend erinnerte Ehrenpräsident Heinz Sprengel als einer der Gründer an die Ideen rund um die Gründung und den grossen Sprung vom ersten erzgebirgschen Köhlertreffen in Sosa 1996 zur Vereinbarung, gleich einen europäischen Zusammenschluss zu gründen. Mein Part als amtierender Präsident sollte eher einen reflektierenden Blick auf unseren Verband im Jetzt und in Zukunft werfen. Meine Gedanken an diesem schönen Abend in Zoppè möchte ich in diesesm Weihnachtsbrief gern mit euch teilen. Die Form der Tischrede behalte ich dabei im Wesentlichen bei:
"Manchmal in einer ruhigen Stunde sitze ich zuhause im Sessel inmitten von Köhler- und Meilerbildern und sinniere über dies und das und denke dann auch schonmal über unseren Verband nach. Was macht uns aus? Wer sind wir eigentlich? Wie ist das alles geworden? Wie geht das wohl weiter? Gibt es Dinge, die uns prägen, die uns ausmachen?
Nach Wachsen und Werden über 25 Jahre sehe ich uns nach wie vor als ein kleines, aber feines Biotop in Europa, nicht nur in der EU; das müssen wir ganz deutlich auseinander halten - wir haben Schweizer unter uns, und die Briten haben zwar die EU verlassen, gehören aber trotzdem weiter zu unserem Verband. Diese Differenzierung halte ich für sehr wichtig und möchte sie gern gepflegt wissen. Was für eine grosse Vielfalt an unterschiedlichen Herkünften, Sprachen, Kulturen, Historie und Eigenarten! Das alles weiss sich in der Liebe zum Köhlerhandwerk verbunden. Das hilft uns, dass wir nicht auseinanderdriften. Das ist ja erstmal nichts Besonderes. Das gibt’s in vielen anderen Bereichen ebenso. Besonders ist aus meiner Sicht, dass wir es bei aller Verschiedenheit nicht nur miteinander aushalten, dass wir vielmehr diese Vielfalt, die bei uns lebt, achten und wertschätzen, dass wir uns bei allen Unterschieden mögen und keinen missen wollen. Zeno hat das heute Morgen in die Pointe gefasst - wir haben ihn ja zum Ehrenmitglied gemacht -; als er sich bedankte, hat er zuerst gesagt, er hätte keine Worte, aber dann sagte er „Ich liebe euch alle!“ Und ich glaube, so ist das wirklich, das kann jeder und jede von uns sagen, egal wie verschieden wir auch sind. Ich denke, das ist ein kleines Abbild einer Art offener Gesellschaft, die auf gegenseitiger Achtung und Wertschätzung gründet, die unterschiedliche Geschichte und Herkunft respektiert, die nicht gleichmacht, die diese Unterschiedlichkeiten wirklich lebt und in’s Positive wendet. Für mich ist das ein Prototyp für das Zusammenleben im Kleinen, in unseren Heimatregionen, in Europa, eigentlich in der ganzen Welt. Und ein wirksames Gegenmodell gegen Rechthaberei, Gleichmacherei, Unterdrückung von vielfältigen Ideen und Meinungen - unter’m Strich ein Weg zum friedlichen Zusammenleben - egal wie ringsum Krieg, Aggression und Gewalt toben. Wir sollten diese unsere wertschätzende Art des Zusammenlebens, der Vielfalt in Offenheit und Freiheit pflegen, und niemals aufgeben - egal was um uns herum passiert. Und wir sollten uns nicht verrückt machen, wenn manche meinen, alles muss einheitlich werden und gleich werden,. Das macht das Zusammenleben keinesfalls einfacher und auch nicht besser! Der Unterschied ist unser grösster Schatz! Ich hoffe, dass wir, wenn wir das so leben, unseren kleinen, bescheidenen Beitrag leisten zu einer guten Zukunft, zuerst für das Köhlerhandwerk, dann für unser Europa und darüber hinaus… Allzeit Gut Brand"
Ich bin auch jetzt, kurz vor Weihnachten, und immer noch unter dem Eindruck des barbarischen Überfalls auf die Ukraine und aller daraus entstandenen Folgen, davon überzeugt, dass diese Perspektive mit langem Atem wohl der vielleicht erfolgversprechendste Weg zu einem friedlichen Zusammenleben im Kleinen, in unserem Verband und auch im grossen Weltgeschehen sein kann.
In diesem Sinne wünsche ich euch und euren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2023, in dem ich mich besonders auf eine Wiedersehen beim 14. Europäischen Köhlertreffen vom 07. -10. September in Erlinsbach (Schweiz) freue.
Herzliche Köhlergrüsse und bleibt gesund...
Allzeit GUT BRAND

Karl Josef Tielke
- Präsident des Europäischen Köhlerverbandes e.V. -
Die UNESCO hat vor wenigen Tagen die Flößerei zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Damit würdigt die UN-Kulturorganisation eine Tradition, die seit dem Mittelalter in Europa lebendig ist. Deutschland, Lettland, Österreich, Polen Spanien und Tschechien hatten die Anerkennung gemeinsam beantragt. Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe tagt noch bis zum 3. Dezember in Marokkos Hauptstadt Rabat.
„Die Würdigung der Flößerei durch die UNESCO ist auch eine Auszeichnung der europäischen Zusammenarbeit“, erklärt Katja Keul, Staatsministerin im Auswärtigen Amt. „Dass Flößerinnen und Flößer aus sechs Staaten gemeinsam am Erhalt unseres kulturellen Erbes arbeiten, zeigt, wie wichtig das Engagement der Zivilgesellschaft für den internationalen Dialog ist. Dieser Austausch über Grenzen hinweg war und ist die Basis für die kulturelle Entwicklung unseres Kontinents. Ich danke allen, die sich in Lettland, Österreich, Polen, Spanien, in Tschechien und Deutschland für die UNESCO-Anerkennung der Flößerei stark gemacht haben. Das ist ihr Erfolg!“
„Wir freuen uns außerordentlich und bedanken uns als Deutsche Flößerei-Vereinigung bei der UNESCO für die Anerkennung als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit“, sagt Martin Spreng, erster Vorsitzender der Deutschen Flößerei-Vereinigung. „Es ist eine Würdigung der jahrzehntelangen Arbeit von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in 27 Vereinen, die das alte Handwerk der Flößerei durch Floßbau und Floßfahrten lebendig erhalten. Das ist vor allem für junge Menschen interessant, die dadurch einen erlebbaren Zugang zur Geschichte und Bedeutung des Holztransportes und des Holzhandels erhalten, der Jahrhunderte lang das Leben der Menschen mitgeprägt hat.“
Der Europäische Köhlerverband e.V. gratuliert den Flössern, unseren nahen Verwandten, von Herzen zu dieser hohen Auszeichnung!!! Allzeit GUT BRAND… (12/22)
Die Vorbereitungen für das 14. Europäische Köhlertreffen vom 07. - 10. September 2023 in Erlinsbach, Schweiz, sind in vollem Gange. In der EKV-Präsidiumssitzung am 27. August berichteten Markus und Susanne Lüthy vom ausrichtenden Köhlerverein Speuz über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. So sind inzwischen eine Zusammenstellung mögliche Unterkünfte (in unterschiedlichen Preiskategorien) und aktuell eine erweiterte Liste per Email an die Mitglieder des EKV verschickt. Die Buchung der Unterkünfte muss wie gewohnt in eigener Regie der Teilnehmenden erfolgen. Wie zu hören war, läuft das schon auf Hochtouren! Das Programm der Tage in Erlinsbach ist in die Köhlerwoche des Köhlervereins Speuz integriert. Neben der EKV-Mitgliederversammlung sieht das Programm schöne Gelegenheiten zum Kennenlernen der Schweizer Kultur und Lebensart sowie der regionalen Umgebung vor. Die offizielle Einladung ist inzwischen mit dem Köhlerboten verschickt. Anmeldungen sind ab 01.01.2023 nur online möglich!!! Alle aktuellen Entwicklungen könnt ihr unter https://koehlerverein.ch/koehlerfest-speuz-2023/ verfolgen. Für Nachfragen steht Susanne Lüthy (Mail: susanne@luethy-priv.ch) (Telefon : 0041 79202855) zur Verfügung. Auch auf www.europkoehler.com werden wir über neue Informationen zeitnah berichten... (09/22)
Als Karl Josef Tielke im Herbst 2013 zum neuen Präsidenten des Europäischen Köhlerverbandes gewählt wurde, kündigte er in seiner ersten Amtsrede an, er werde sich bemühen die kulturelle Dimension der Köhlerei zu stärken. Darunter verstand er nicht nur den bedeutenden Schritt zur Anerkennung des alten Berufes als Kulturerbe, sondern auch das Engagement, die Welt des Köhlers besser bekannt zu machen. Anders gesagt, in der Volksliteratur nachzuforschen, was über den Köhler in seinem Alltag erzählt, gedichtet und geschrieben wurde.
So versprochen, so getan ! Dass ihn dieses Anliegen mehr als sieben Jahre beschäftigen werde, wusste er damals noch nicht. Irgendwie jedoch dachte er sich: zum 25. Jubiläum des EKV sollte dieses Pensum druckreif sein. Und sein Plan ist ihm gelungen. Noch einige Monate vor dem öffentlichen Geburtstag erschien das 18. Heft der freien Schriftenreihe des EKV mit dem Titel : „Erzählt, gereimt, gesungen…“, Geschichten, Gedichte und Lieder vom Köhlerleben aus vier Jahrhunderten.
Das 112 Seiten zählende Heft – besser gesagt Buch - bekundet die überzeugte und überzeugende Bemühung des Autors, so vollständig wie möglich aus der Literatur und dem Volksmund die Verse und Zeilen über den Köhler, seine Welt, sein Bild zu schöpfen. Zurückgreifen konnte er bis ins 17., doch das bedeutendste Material stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Sowohl in den Erzählungen, wie in den Gedichten erscheint das Doppelbild des Köhlers, jenes schwarzen, teufelsartigen Waldmenschen, welcher mit dem Feuer umgeht und zugleich des gutherzigen und hilfsbereiten Mannes, der den fremden, sich verirrten Wanderer oder Jäger aufnimmt und beköstigt. Der mühsame Alltag, das spärliche Essen, das armselige Waldlogis kommen in den Texten immer wieder zum Vorschein.
Doch die Sagentradition wird in den Köhlergeschichten respektiert: es geschehen Wunder, aus schwarzer Kohle wird glänzendes Gold, aus Unglück wird Glück. Und der Köhler muss es immer wieder mit dem Teufel aufnehmen, mit dem er - wen soll es wundernehmen - stets siegreich fertig wird.
Karl Josef Tielkes Forschung hat sich auf den deutschsprachigen Fundus beschränkt mit Ausnahme eines schönen englischen Gedichtes von Milne und eines Köhlerliedes aus Slowenien. Dabei liefert uns der Harz die meisten Geschichten und Erzählungen, doch auch in anderen Gegenden wie Böhmen, Bayern oder dem Schwarzwald konnten sich welche finden.
Auf den Regalen unserer Bibliotheken fehlte die Sammlung von alten Köhlergeschichten und Liedern. Mit feiner und sorgfätiger Auswahl hat sie uns KJ Tielke zum 25. Geburtstag des von ihm geführten Verbands auf den Festtagstisch gelegt. Ihm sei herzlich und brüderlich gedankt und ein großes Lob ausgesprochen für seine hervorragende Arbeit. (Charles Schlosser, Lembach, 09/22)

Karl Josef Tielke - Erzählt, Gereimt, Gesungen - Europäischer Köhlerverband - Freie Schriftenreihe Band 18 - 2022 - Erhältlich zum Preis von 15 € + Versandkosten bei: tielke-borchen@t-online.de
Nach drei Jahren Unterbrechung endlich wieder eine Präsidiumssitzung des Europäischen Köhlerverbandes - und dann auch noch in Zoppè di Cadore in den Dolomiten!!! Nach dem grossen Europatreffen vor 11 Jahren war die Vorfreude besonders gross. Die Tage waren dann ein Feuerwerk von starken Eindrücken, kulinarischen Genüssen mit viel Holzkohle, herzlichen Begegnungen, etwas Vorfeiern des 25. EKV- Geburtstages, echter Arbeitsfreude in Vorstand und Präsidium mit Planungen bis 2025, Ehrenmitgliedschaft für Zeno Sagui, dem heiligen Köhler jetzt auch in Zoppè, regionaler Kultur, handgemachter Eismacherkust wie im 19. Jahrhundert, stimmungsvollen Abenden in der Hütte am Meilerplatz und im Restaurant von Donato, Bergwandern am Fuss des Monte Pelmo (3 200m)... Auch nach ein paar Tagen ist der Kopf voller schöner Bilder und Erinnerungen, das Herz voller Dankbarkeit für die fantastischen Gastgeber der Union die Ladign de Zoppè!!! Das europäische Netz des EKV hat auch in den kontaktarmen Jahren gehalten (Merino hat das im Wabennetz an der Köhlerhütte gelungen dargestellt - Danke!). Nach 25 Jahren sehen wir mit Zuversicht in die nächsten Jahre und freuen uns auf viele weitere Treffen wie in Zoppè. Unser Köhler Europa lebt und blüht!!! Mit den Fotos unter dem Menüpunkt "Publikationen" könnt ihr lebendig teilhaben... (09/22)
Im Vorfeld eines solch schönen Ereignisses kommen natürlich die ein oder anderen Erinnerungen auf, mit durchaus ganz unterschiedlichen Betonungen und Nuancen. Wie war das noch damals? Wer war eigentlich bei der Gründung dabei? Wie kamen die Gründer darauf, einen europäischen und nicht erst einmal einen deutschen Verband zu gründen? Welche Gruppen/Vereine sind eigentlich wann beigetreten? Wie konnte sich die Mitgliederzahl in 25 Jahren von 18 auf aktuell gut 3500 entwickeln? Welche Ereignisse der Verbandsgeschichte erweisen sich im Rückblick als besonders wichtig? Um diese Fragen nicht allein subjektiv gefärbten Erinnerungen Einzelner zu überlassen, ist es wichtig, die Fakten dieser 25 Jahre möglichst seriös zu erfassen und zu beschreiben. Eine erprobte Quelle dazu sind die Dinge, die sich in Protokollen von Sitzungen und Versammlungen oder gut dokumentierten Ereignissen niederschlagen und damit einen gewissen Grad an Objektivität versprechen. In den Wintermonaten habe ich mich deshalb daran gemacht, diese Quellen zu sichten und daraus „Eine kleine Geschichte des Europäischen Köhlerverbandes im Zeitraffer…“ zusammenzustellen. Nachzulesen bei www.europkoehler.com in der Rubrik „Chronik des EKV“ im Menüpunkt „Über uns“. Viel Freude also allen, die sich mit uns an der Geschichte unseres lebendigen und immer noch jungen Verbandes erfreuen möchten. Auf weitere gute Jahre allzeit GUT BRAND…
Zum 25. Geburtstag des Europäischen Köhlerverbandes e.V. findet 2022 eine europaweite Anzündestaffel von Meiler zu Meiler statt. Dabei wird der jeweils nachfolgende Meiler mit Holzkohle aus dem vorherigen Meiler angezündet. So wird sich von April bis Oktober eine glühende Spur von Meilerduft durch Europa ziehen und an die Gründung des EKV vor 25 Jahren erinnern. In diesen unfriedlichen Zeiten gewiss auch eine positive Bestärkung unserer Verbundenheit in Europa. Folgende Orte sind in der Anzündestaffel verbunden:
- Rostock-Wiethagen (D) 13. April
- Thiemitztal (D) 20. April
- Koroska bela (SI) 22. April
- Kohlstetten (D) 14. Mai
- Schaan (Li) 16. Mai
- Bourg St. Andeol (F) 16. Mai
- Kleve (D) 19. Mai
- Ebermannsdorf (D) 20. Mai
- Tharandt (D) 28. Mai
- Heimbach-Düttling (D) 04. Juni
- Boppard (D) 04. Juni
- Frammersbach (D) 06. Juni
- Erfweiler (D) 14. Juni
- Bad Orb (D) 16. Juni
- Dole Pri Litiji (Sl) 24. Juni
- Bad Windsheim (D) 25. Juni
- Baiersbronn (D) 14. Juli
- Glasofen (D) 25. Juli
- Lembach (F) 29. Juli
- Hasselfelde (D) 13. August
- La Vielle L’Oye (F) 13. August
- Tornau (D) 20. August
- Kaisten (CH) 12. September
- Rohr im Gebirge (A) Mitte September
- Sosa (D) 01. Oktober
- Ungersheim (F) 07. Oktober
Das ist eine stattliche Anzahl von Beteiligten aus 6 europäischen Ländern, insbesondere angesichts mancher noch verbleibender Unwägbarkeiten rund um die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie. Ein grosser Köhlerdank an unseren Schriftführer Charles Schlosser für die akribische Vorbereitung und Organisation dieses Projektes!!!
Unter „Termine“ sind weitere Meilertermine für 2022 gelistet.
Allen Beteiligten gutes Gelingen und allzeit GUT BRAND… (04/22)
Im Rahmen der Präsidiumssitzung des EKV am 27. August 2022 in Zoppè di Cadore ernannte Präsident Karl Josef Tielke nach einstimmigem Beschluss des Vorstandes das langjährige Mitglied des EKV Zeno Sagui zum Ehrenmitglied des EKV. Zeno ist seit Jahren eines der bekanntesten Gesichter im EKV. Seit vielen Jahren steht er an der Spitze der Union di Ladign de Zoppè. Als Hauptorganisator des 9. Europäischen Köhlertreffens 2011 in Zoppè di Cadore hat er sich grosse Verdienste um den EKV erworben. Die Freundinnen und Freunde der Union di Ladign de Zoppè sind seit Jahren überaus gern gesehene Teilnehmer der Europäischen Köhlertreffen. Seit vielen Jahren ist Zeno als Beisitzer im Präsidium aktiv und engagiert bei den Beratungen. Die Durchführung der 24. Präsidiumssitzung in diesem Jahr war ein willkommerer Anlass, Zeno die Ehrenmitglidschaft unseres Verbandes anzutragen. Dem EKV ist es eine grosse Ehre, Zeno Sagui nun auch als Ehrenmitglied in seinen Reihen zu wissen… (09/22)
Wer zum EKV gehört, zeigt das auch gern öffentlich - deshalb gibt es EKV- Poloshirts, Aufnäher, Aufkleber, Halstücher, Flyer, deren Erscheinungsbild von Zeit zu Zeit renoviert wird. Nach der Namensänderung zum „Europäischen Köhlerverband“ im Jahr 2017 wurden einige der Erkennungszeichen entsprechend neu gestaltet. Poloshirts mit dem gestickten Schriftzug „Europäischer Köhlerverband“ auf der Vorderseite, „Gut Brand“ auf dem Ärmel und einem aufgestickten Meiler auf der Rückseite können zum Preis von 25,00 € zzgl. Versandkosten bei Karl Josef Tielke, Liethberg 20 A, 33178 Borchen, tielke-borchen@t-online.de bezogen werden. Dort gibt es auch noch die beliebten roten Dreiecks-Halstücher aus solidem Stoff mit aufgesticktem "GUT BRAND" in den Maßen 100/68/68 cm zum Preis von 14,00 € pro Stück zzgl. Versandkosten und Aufnäher mit dem eingestickten Logo des EKV mit dem Durchmesser von etwa 9,5 cm zum Preis von 7,50 € pro Stück zzgl. Versandkosten.
Beim 10. Europäischen Köhlertreffen in Neukirchen konnte ein neues Produkt des EKV vorgestelltwerden: das KÖHLERSPIEL! In der Art der bekannten Leiterspiele lässt sich mit diesem Würfelspiel die Arbeit eines Köhlers vom Aufbau des Meilers über das Verschwelen bis zum Ernten der Holzkohle verfolgen. Eine geniale Möglichkeit, wie Kinder einen spielerischen Zugang zum Köhlerhandwerk bekommen können - am besten, wenn Eltern oder Grosseltern mit ihnen spielen und dabei noch Erinnerungen und Erlebnisse einfliessen lassen! Dank der grosszügigen Unterstützung der BIAG (Barbecue Industry Association Grill e.V.) können wir das Spielfeld zum Stückpreis von 2,50 € zzgl. Versandkosten anbieten. Wer gleich 5 Expl. bestellte, zahlt dafür lediglich 10,00 € zzgl. Versandkosten. Bestellungen bei: Europäischer Köhlerverein e.V., Hauptstr. 28, 08309 Eibenstock oder bei Karl Josef Tielke, Liethberg 20 A, 33178 Borchen (info@europkoehler.com).
2o Jahre Europäischer Köhlerverband, eigentlich eine zu kleine Zahl, um schon gross zu feiern! Auf der anderen Seite eine schöne Gelegenheit, innezuhalten und die rasante Entwicklung seit 1997 zu würdigen.
Am 03. Oktober 1997 kamen im Stemberghaus in Hasselfelde/Harz zahlreiche Köhlerfreunde zusammen, um zuallererst die Eröffnung des ersten deutschen Köhlereimuseums zu feiern. 18 von ihnen hatten noch anderes im Sinn: sie beschlossen förmlich, den Europäischen Köhlerverein zu gründen. Überraschend vielleicht: der 03. Oktober war ja schon damals Tag der deutschen Einheit, und dennoch wurde ein europäischer Verband gegründet! Ich halte diese Tatsache nach wie vor für eine visionäre Entscheidung, die unseren Verband - so wie den wehenden Meilerduft - nicht eng national begrenzt, sondern in einen weiten grenzüberschreitenden Horizont gestellt hat. Und wer von uns erinnert sich nicht mit Freude und manchmal feuchten Augen an die beglückenden Begegnungen mit den europäischen Nachbarn, an das Erleben und Geniessen der anderen Kulturen, auch wenn der erste Schritt manchmal Überwindung gekostet hat? Besonders die europäischen Köhlertreffen (Vertreter der Ausrichter aus Österreich, aus Italien, der Schweiz und aus Frankreich sind unter uns) haben Verbindungen zu Freundschaften wachsen lassen, die Sprachprobleme bedeutungslos machen und auch durch schlechte Nachrichten aus Politik und Finanzwelt nicht erschüttert werden. Wir leben Europa - zwar im Kleinen, aber auf solidem Fundament: verwurzelt in unseren Heimatregionen, offen und respektvoll im Umgang Miteinander und fernab von politischem Kalkül!! Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir den kleinen Rest von Skeptikern und Gegnern in Europa und unter Europapolitikern mit unserer Europafreude noch anstecken und begeistern können!
Im Zeitraffer ein paar Fakten aus den 20 Jahren: inzwischen haben 11 Europäische Köhlertreffen stattgefunden; die 12. Ausgabe unseres jährlichen Magazins „Der Köhlerbote“ ist im Werden; das 16. Heft unserer Schriftenreihe mit fachlichen Themen des montanen Verbundes von „Bergbau - Köhlerei - Hüttenwesen“ ist in diesem Jahr zu den chemischen Prozessen der Pyrolyse erschienen; unsere Homepage (seit 2008) wurde im letzten Jahr frisch geliftet und erfreut sich grosser Beliebtheit - vor allem außerhalb der Reihen unserer Mitglieder; im vorigen Jahr konnten wir unser Archiv in Sosa eröffnen. Und ganz nebenbei: aus den 18 Gründungsmitgliedern sind inzwischen etwa 2500 Mitglieder in 11 Ländern geworden, ohne unseren Ägypter als eigenes Land hinzuzuzählen! Und als besonders schönes Geburtstagsgeschenk erreichte mich gestern die Beitrittsankündigung der slowenischen Köhlervereinigung! Der absolute Höhepunkt der 20 Jahre war mit Sicherheit die Aufnahme von Köhlerhandwerk und Teerschwelerei in das erste bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland im Dezember 2014 (nach den Anerkennungen in Österreich 2011 und der Schweiz 2012), vor allem, weil als Trägergruppe der antragstellende Europäische Köhlerverband ausgezeichnet wurde. Mit dieser Anerkennung wird nicht nur die weitgehende Ignoranz der Geschichtsschreibung für die herausragende Bedeutung unseres Handwerkes in der Kultur- und Technikgeschichte der Menschheit wieder in’s Lot gebracht, sondern auch eine - wenn auch verspätete - Anerkennung für das Lebenswerk von Generationen von Köhlern und Teerschwelern ausgesprochen - eine Ehre, die wir Heutigen zweifellos unverdient geniessen dürfen!
Diese Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe markiert auch einen bedeutsamen Meilenstein für die weitere Entwicklung unseres Verbandes. Denn es öffnet die Perspektive zum einen über die rein technische und funktionale Bedeutung der Köhlerei hinaus auf die Kultur der Köhler und Schweler und zum anderen aus einer rein historischen Bewahrung in eine auf Gegenwart und Zukunft bezogene Dimension! Immaterielles Kulturerbe ist ja kein Museum, sondern lebendige Erinnerungskultur, die sich im tätigen Vollzug weiter entwickelt. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, hat bei der Auszeichnungsfeier zum immateriellen Kulturerbe am 16.03.2015 in Berlin zu dessen gesellschaftspolitischer Bedeutung einen zentralen Gedanken formuliert, den ich immer wieder gern zitiere:
„Eine Gesellschaft,
die mit ihren kulturellen Eigenheiten ihre eigene Identität und ihr Selbstverständnis pflegt, kann dem Anderen, dem Fremden, dem Unverständlichen Raum geben,
ohne sich dadurch bedroht zu fühlen.
Wo es dagegen keinen kulturellen Kern mehr gibt,
braucht es Feindbilder,
um sich der eigenen Identität zu vergewissern.“
Wahre Worte, fast als wären sie aktuell für die Tage nach dieser Bundestagswahl gesprochen, und so etwas wie das kleine Einmaleins für ein friedliches Zusammenleben im Kleinen wie im Grossen!
Wir müssen uns schon die Frage gefallen lassen, was wir dazu beitragen, unser kulturelles Erbe in diesem Sinne zu praktizieren, und was wir in das Konzert der vielen anderen kulturellen Erbe einbringen.
Damit einher geht die Frage, was denn die identitätsprägenden Kerne, die elementaren Haltungen und die grundlegenden Werte unserer überlieferten Köhlerkultur ausmacht.
Oder ist uns das alles zu anstrengend, und wir begnügen uns mit Holzspalten und Kohlemachen?
Dann sollten wir die Auszeichnung schnellstmöglich zurückgeben!
Für mich stecken in diesen (und weiteren) Fragen zentrale Zukunftsaufgaben des Europäischen Köhlerverbandes, denen wir uns zu stellen haben und in denen wir uns mit Freude und Leidenschaft engagieren werden.
Ein erster, vorläufiger Versuch zur Antwort auf unsere Essentials kam mir kürzlich gänzlich unerwartet entgegen:
Bei der Suche nach Spuren der Köhlerkultur in der Literatur bin ich auf ein Gedicht aus dem Jahr 1803 gestossen, also frei vom Verdacht, etwas in unsere Zeit hinein interpretieren oder unsere Fragen beantworten zu wollen. Der Verfasser ist unbekannt. Es wurde veröffentlicht in „Hamburg und Altona“, einer Zeitschrift zur „Geschichte der Zeit, der Sitten und des Geschmaks“, und trägt den schlichten Titel Köhlerlied:

"Lustig, ihr Köhler! im schaurigen Wald!
Hört, wie der Sturm durch die Tannen verhallt!
Schwarz, wie die Nacht, ist euer Gesicht;
Aber beim Himmel! Das Herz ist es nicht.

Gastfrei und freundlich, und traulich und froh
Theilt ihr den Bissen, das Lager von Stroh;
Weis’t den verirrten Wandrer zurecht,
Haltet Verstellung und Schandthat für schlecht.

Flink nach dem Meiler, ihr Köhler! gesehn,
Daß nur ja keine Löschkohlen entstehn!
Klingend und schwer und stahlblau allein
Müssen die Kohlen des Meilers stets seyn."

Welche Hinweise für unsere Gegenwart und Zukunft können wir aus den wenigen Zeilen herausdestillieren?
Ich will nur zwei Akzente herausgreifen:

Herzlich, freundlich, gastlich, Brot und Lager teilen - wäre es völlig abwegig, diese Attribute auf unseren Umgang miteinander und z.B. auch auf den Umgang mit Menschen, die Zuflucht bei uns suchen, anzuwenden?

Authentisch, unverstellt, echt - wäre nicht im Konzert der vielen Phrasendrescher und Demagogen, der Schauspieler und Lügenbolde unserer Tage mit dem Lebensmodell „Köhler pur“ eine echte Lücke zu füllen?

In diesem kleinen, unscheinbaren Gedicht stecken in meinen Augen gelebte Maßstäbe unserer Vorfahren, die auch in unseren wirren Zeiten nicht nur uns, sondern auch den ganz vielen Anderen echte Orientierung geben können. In diesen Spuren sollten wir uns bewegen und sie immer weiter und tiefer für unseren Alltag übersetzen - viel zu tun und eine durchaus lohnende Perspektive…
In diesem Sinne
- auf die Gründer von 1997
- auf ein offenes und friedliches Europa
- auf eine gute Zukunft für den Europäischen Köhlerverband
Allzeit GUT BRAND

Karl Josef Tielke, Präsident des Europäischen Köhlerverbandes e.V.
(Programmatischer Teil meiner Begrüssungsansprache beim Festabend zum zwanzigjährigen Bestehen des EKV am 30. September 2017 in der Köhlerhütte Fürstenbrunn im Erzgebirge - mit auf dem Foto: Amélie Leflaec, Europäische Köhlerliesel 2017)
Wenn im Winter die Meiler ruhen, bleibt an langen Abenden Zeit, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, z.B. sich in die Fachliteratur zur Köhlerei einzugraben. Ich habe die Wintermonate genutzt, um im Internet die inzwischen überwiegend digitalisierten alten Fachbücher rund um die Köhlerei aufzuspüren und systematisch zu sortieren. Im frühen Frühjahr habe ich die Ergebnisse dieser Literaturrecherche verschiedenen Zeitepochen zugeordnet und kommentiert. Herausgekommen ist dann "Eine kleine Geschichte der Fachliteratur zur Meilerköhlerei von den Anfängen bis in's 19. Jahrhundert", die ab sofort in der Rubrik "Grundlagen/Literatur" zugänglich ist. Ich hoffe, dass der Text ein kleiner Baustein in unserem grossen Anliegen sein kann, nicht nur aktuelle Köhlereithemen, sondern auch Geschichte und Grundlagen des Köhlerhandwerkes lebendig zu überliefern. (Karl Josef Tielke)
- lautet der Titel eines neuen Köhlerbuches aus der Schweiz. Konzipiert und geschrieben hat es Helmut W. Rodenhausen, ein Schweizer Autor mit ganz viel Leidenschaft für die Köhlerei. Der Verlag schreibt dazu: „ Auf 360 Seiten werden – ausgehend von den aktiven Köhlern im schweizerischen Entlebuch – die verschiedensten Themen der Holzkohle behandelt.
Neben der Geschichte der Köhlerei (incl. Teerschwelerei) sind die Forstwirtschaft, die medizinischen Anwendungen der Aktivkohle, die Terra-Preta, die wissenschaftlichen Bereiche der Anthrakologie und selbstverständlich die unterschiedlichen Arten der Verkohlung beschrieben. Interessant und reich bebildert sind ebenfalls die Kapitel über Köhler-Sagen und -Erzählungen, über «Kunst & Kohle» sowie über Köhlerfeste rund ums Jahr. Natürlich dürfen auch die Bezüge zur Arbeit des Europäischen Köhlerverbandes nicht fehlen.“ Nach der Lektüre des Buches sehe ich diese Beschreibung als viel zu nüchtern und sachlich an, die kaum etwas von der Magie der Fotos und den wertschätzenden Texten der 360 Seiten ahnen lässt. „HOLZKOHLE“ ist ein Lese- und Bilderbuch (171 Fotos) rund um das Köhlerhandwerk, flüssig und leicht, fast reportageartig und gut lesbar geschrieben. Ein lebendiger Streifzug durch (fast) alle Themen rund um Holzkohle und Köhlerhandwerk. Obwohl gründlich und fachlich sauber recherchiert, ist das kein trockenes Fachbuch, das einer streng logischen Fachystematik folgt. Eher assoziativ und ganz stark mit seiner Bildersprache. Holzkohle wird nicht allein technisch, sondern als Kulturgut in Geschichte, Gegenwart und Zukunft präsentiert. Die zweijährige intensive Erkundung der Materie findet einen seriösen Niederschlag in jedem der zehn Kapitel. Die Leidenschaft für das Produkt und das Handwerk prägen das Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Das ist ein Buch, das jedem Köhler gut ansteht. Ein hervorragendes Weihnachtsgeschenk, das Lust auf Köhlerei macht. Von den Köhlerbüchern der letzten Jahre ist mir kein einziges vergleichbar gutes und empfehlenswertes bekannt! Natürlich hat Qualität ihren Preis - jetzt: 39 € in Deutschland. Gut angelegtes Geld auf jeden Fall. Im Haupt Verlag erschienen, im Buchhandel erhältlich ISBN: 978-3-258-60214-1. Auf der Website www.edizio.com/shop kann das Buch auch direkt vom Autor mit einer persönlichen Widmung bestellt werden. Ein Satz von der letzten Seite: „Holzkohle hätte es schon lange verdient, dass man ihr ein Denkmal setzt.“ Mit seinem Buch hat Helmut W. Rodenhausen der Holzkohle ein würdiges Denkmal gesetzt. Mein grosser Köhlerdank gilt ihm für dieses vorzügliche Werk - allzeit GUT BRAND!!! (KJT)
P.S. Inzwischen gibt es eine ausgezeichnete Vorstellung des Buches im Hessischen Rundfunk: https://www.hr2.de/podcasts/neue-buecher/helmut-w-rodenhausen-holzkohle-vom-schwarzen-gold-zur-glut-im-grill,podcast-episode-62696.html
...ist eine kleine Handreichung überschrieben, die ab sofort in der Rubrik "Grundlagen/Literatur" unter dem Stichwort "Handwerkstechnik" veröffentlicht ist und gern kopiert werden darf. EKV-Mitglied Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Wienhaus, langjähriger Professor für Pflanzenchemie und Ökotoxikologie der Technischen Universität Dresden in Tharandt, hat mit Unterstützung von Heinz Sprengel eine kurze fachliche Darstellung zur Frage der beim traditionellen Meilerbetrieb entstehenden Emissionen und den rechtlichen Vorgaben für unsere Meiler erstellt. Damit wollen wir unseren Mitgliedern und allen interessierten Köhlern eine fachliche Argumentationshilfe für die in den letzten Jahren vermehrt aufkommenden Diskussionen im Zusammenhang der Klimadebatten an die Hand geben. Auf diese Weise hoffen wir zu einer Versachlichung der Diskussionen beizutragen, damit die Ausübung des Köhlerhandwerkes als immaterielles Kulturerbe eine gute Zukunft behält...
COOL DOWN - mit Pflanzenkohle die Klimakrise lösen?
Durch Verbrennung die Erderwärmung eindämmen? Klingt paradox, ist aber möglich!
Die zugrundeliegende Methode - die sauerstofffreie "Verbrennung" von organischen Materialien wie Küchenabfällen und Pflanzenresten - wurde bereits vor über 500 Jahren entwickelt. Auf diese Weise produzierte Pflanzenkohle (ähnlich: Holzkohle) macht Böden fruchtbar, reinigt Wasser und kann als Zuschlagstoff die Eigenschaften von Stahl und Beton verbessern. Vor allem aber kann sie die Klimaerhitzung drastisch Eindämmen, indem sie der Atmosphäre Kohlenstoff entzieht.
Das Buch "Cool down" von Albert Bates und Kathleen Draper liefert eine beeindruckende Sammlung an Projekten und Ideen, die alle auf ein Ziel gerichtet sind: Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu holen, um ihn langfristig zu binden – sei es im Boden, in Gebäuden, Straßen oder anderen langlebigen Produkten. Im Zentrum steht Pflanzenkohle mit ihren unzähligen Anwendungsmöglichkeiten. Pflanzenkohle und die bei der Pflanzenkohle-Herstellung gewinnbaren flüssigen Stoffe können knappe Ressourcen ersetzen. Cool down zeigt auf, wie dies nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll gestaltet werden kann. 
Ein Buch über einen wahren Alleskönner gegen die Klimakrise! Nicht nur für Köhler höchst lesenswert...
(oekom Verlag, München, 2021)
Die Mitgliederversammlung des Europäischen Köhlerverbandes e.V. in Wolfshagen hat am 17.09.2021 wichtige Personalentscheidungen für die Zeit von 2021 - 2025 getroffen. Vor den turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstandes und der Beisitzer des Präsidiums wurden zunächst langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet: Peter Feldmer (Hasselfelde) war seit der Gründung des EKV fast 24 Jahre als Vizepräsident eines der bekanntesten Gesichter des EKV. Meinolf Kopshoff (Castrop-Rauxel) wurde 2013 zum Schriftführer gewählt, übernahm dann ab 2015 zusätzlich die Aufgabe des Schatzmeisters und wurde 2017 in dieser Aufgabe bestätigt. Jahr für Jahr waren die Kassenprüfer voll des Lobes über seine verlässliche und transparente Verwaltung unserer Finanzen. Wilfried Luther (Mengersgereuth-Hämmern) übernahm 2017 die Aufgabe des Schriftführers und war trotz seiner vielfältigen kommunalpolitischen Verpflichtungen eine wichtige Stimme im Vorstand. Präsident Karl Josef Tielke dankte den drei ausscheidenden Vorständen mit einem Präsent für ihre engagierte Tätigkeit.
Die Neuwahlen des Vorstandes fügten dann drei neue Gesichter zu den zwei verbleibenden hinzu: Präsident bleibt in der nun dritten Amtszeit Karl Josef Tielke (Borchen). Vizepräsidenten sind in der zweiten Amtszeit Doris Wicki (Entlebuch) und neu Josef Gilch (Ebermannsdorf). Schatzmeister ist jetzt Sascha Feldmer (Hasselfelde) und Schriftführer Charles Schlosser (Lembach). Der gesamte Vorstand wurde einstimmig gewählt.
Auch bei den 10 Beisitzern im Präsidium gab es einige Veränderungen. Gewählt wurden einstimmig Ute Häcker (Sosa), Marija Imperl (Slowenien), Thomas Faißt (Baiersbronn), Wilfried Luther (Mengersgereuth-Hämmern), Wilhelm Papen (Kleve), Michael Prymka (Polen), Volker Rill (Frammersbach), Zeno Sagui (Italien), Hermann Summa (Selb) und Reinhold Wagener (Walpersdorf).
Das gesamte Präsidium ist durch diese Wahlen weiblicher, jünger und europäischer geworden!!!
Nach langer Zeit intensiver Recherchen konnte der EKV rechtzeitig zum 13. Europäischen Köhlertreffen eine neue Veröffentlichung vorlegen: Heft 17 der Freien Schriftenreihe mit dem Titel „Von der Holzkohle zum Koks - ein Streifzug durch die Geschichte der Kohle in Mitteldeutschland“. An der Konzeption, Redaktion und Gestaltung dieses Heftes hat der langjährige Verantwortliche für die Schriftenreihe, Kurt Jacob aus Mengersgereuth-Hämmern bis kurz vor seinem Tod im April 2021 unermüdlich gearbeitet. Und herausgekommen ist ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann!!! Auf 94 reich bebilderten Seiten finden sich Beiträge von Ralf Kirchner zur Kartierung und Bewertung von vorindustriellen Meilerplätzen im Thüringer Wald, von Kurt Jacob über Köhlerei als Handwerk und Helmut Kinne über die Zeit von Steinkohle und Koks. Den weitaus umfangreichsten Beitrag steuert Prof. Dr.Dr.h.c. Otto Wienhaus bei, der erstmalig eine umfassende Darstellung „Holzkohle in der DDR - Bedarf, Erzeugung, Probleme“ vorstellt. Alles in allem sind das sehr qualifizierte Beiträge, die durchaus auch als eine Würdigung der Holzkohleproduktion zu DDR-Zeiten verstanden werden dürfen!
Das Heft kann zum Preis von 8,50 € zzgl. Versandkosten bezogen werden bei: Karl Josef Tielke, Liethberg 20 A, 33178 Borchen (tielke-borchen@t-online.de)
Im Rahmen der Mitgliederversammlung des EKV am 17.09.2021 ernannte Präsident Karl Josef Tielke nach einstimmigem Beschluss des Vorstandes das langjährige Mitglied des EKV Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Wienhaus zum Ehrenmitglied des EKV. Otto Wienhaus war bis zu seiner Pensionierung lange Jahre Professor für Pflanzenchemie und Ökotoxikologie an der heutigen Fakultät für Umweltwissenschaften der Technischen Universität Dresden in Tharandt. Als renommierter und international anerkannter Wissenschaftler stand und steht er dem EKV mit seiner fachlichen Expertise immer wieder mit Rat und Tat zur Seite. So hat er z.B. mit seinen fachlichen Einschätzungen unsere Handreichung „Köhlerei in Zeiten der Klimadebatten“ wesentlich geprägt. Im neuen Heft 17 unserer Schriftenreihe hat er einen ausgezeichneten Beitrag zur Geschichte der Holzkohleproduktion zu DDR-Zeiten verfasst. Solch einen Beitrag gab es bislang nicht öffentlich zugänglich, und wir dürfen schon etwas stolz sein, dass wir als EKV diese bedeutende Darstellung veröffentlichen dürfen.
Dem EKV ist es eine grosse Ehre, Otto Wienhaus, nun auch als Ehrenmitglied in seinen Reihen zu wissen… (30.09.2021)
Nach der Premiere 2015 in Neukirchen gehört es zu den besonderen Rechten des Vereins, der das Europäische Köhlertreffen ausrichtet, die europäische Köhlerliesel zu nominieren, die ihr Amt dann für zwei Jahre bis zum folgenden Europatreffen ausüben darf. 2015 war Saskia Abstreiter die erste europäische Köhlerliesel. 2017 übergab sie mit der zugehörigen Schärpe ihr Amt an Amelie Leflaec. Auf Amelie folgte 2019 Denise Nolte, deren Amtszeit durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv beeinflusst wurde. Am Nachmittag des 17. September folgte dann auf dem Meilerplatz in Wolfshagen die nächste Weitergabe. Mit einer schönen Ansprache erinnerte Denise an die Besonderheiten ihrer Amtszeit und legte dann ihrer Nachfolgerin Sophia Wöstefeld aus Wolfshagen als äusseres Kennzeichen die Schärpe an. Präsident Karl Josef Tielke dankte Denise für ihre Zeit und wünschte Sophia eine unbeschwertere Zeit als Köhlerliesel. Auf Vorschlag von Charles Schlosser wurde Denise Nolte wegen der besonderen Herausforderungen ihrer Amtszeit per Akklamation der Versammelten der Ehrentitel „Europäische Ehrenköhlerliesel“ zugesprochen. Auf dem Foto links die Köhlerliesel 2021 Sophia Wöstefeld, rechts die Köhlerliesel 2019 Denise Nolte.(30.09.2021)
Mit übergrosser Freude möchte ich euch eine Neuerscheinung zur Geschichte und Gegenwart der Köhlerei an’s Herz legen und zur Lektüre empfehlen, die unser Köhlerfreund und Vorstand Charles Schlosser kürzlich veröffentlicht hat. „Le charbonnier, une longue histoire - Der Köhler“
Er selbst schreibt nüchtern und viel zu bescheiden über sein Werk:
"Der Köhlermeister aus Lembach, aus einer alten Kohlenbrennerfamilie stammend, hat sich bereits als junger Student für das alte Handwerk und das eigenartige Leben der Köhler interessiert.« Le charbonnier, une longue histoire », so lautet der Titel seines Buches in französischer Sprache mit deutschem Untertitel und deutscher Zusammenfassung. Von der Tatsache ausgehend, dass die Resonanz der Geschichte der Köhlerei, wie wir sie im EKV zu pflegen versuchen kaum gewichtig ist, hat sich der Autor bemüht einen umfangreichen Einblick in die Welt der Holzkohle und des Köhlers zu geben. Es ging ihm darum viel weniger eine wissenschaftliche Studie vorzulegen als ein aufschlussreiches menschengeschichtliches und kulturelles Werk anzubieten. Als die Holzkohle im 19. Jahrhundert immer mehr durch Steinkohle, im 20. Jahrhundert dann durch Erdgas und Strom ersetzt wurde, hat ein großer Teil der Menschheit mehr und mehr vergessen, welche Rolle sie in der Entwicklung der Zivilisation gespielt hat. Doch Hunderte von Millionen Menschen vergessen sie nicht : die Holzkohle bleibt nämlich für sie als Energiestoff lebenswichtig. Aus der Antike erfahren wir sehr wenig, erst im Mittelalter erscheinen Schriften und einige Abbildungen. Dank der Erfindung der Buchdruckerei läßt sich die Köhlerei mehr und mehr erkunden. So nimmt es also keinen wunder, wenn der reichste Stoff zur Geschichte der Köhlerei im 17. bis 19. Jahrhundert zu finden ist. Das etwa 200 Seiten lange mit ebenso vielen Abbildungen illustrierte Werk gestaltet sich in 9 Kapitel. Das Bild des Köhlers selbst, seinen Alltag, die Kohlplatten und Köhlereiverfahren in ihrer Vielfalt, die Benutzung der Holzkohle, das ökologische Gleichgewicht und die Gefährdung der Wälder, der Köhlerglaube, die Sagen und Legenden um den Köhler, der Kohlenbrenner in Kunst und Literatur : all diese Themen sollen dem Leser Einsicht gewähren in die immerhin bunte Welt der schwarzen Gesellen.“
Nach einem ersten begeisterten Blättern und Sichten halte ich dieses Buch für eines der drei besten Bücher zum Köhlerhandwerk, die in den letzten 50 Jahren erschienen sind. Charles ist ein ganz grosser Wurf gelungen, der nicht beim Handwerk allein bleibt, sondern die historischen Kontexte einbezieht und alles in eine Kulturgeschichte einbettet. Herrliche Abbildungen aus alter und neuer Zeit lassen Köhlerherzen höher schlagen. Der Meilerduft ist fast zu riechen! Und wenn jemand mit deutscher Sprache jetzt die Sorge hat, er könne das Französische nicht verstehen, so gibt es eine umfangreiche deutsche Zusammenfassung und natürlich die zahlreichen und ausgezeichneten (mehr als 200!) Bilder, Zeichnungen und Fotografien, die ohne Worte (fast) alles sagen und lange Winterabende zum Vergnügen werden lassen...
Dir, lieber Charles, Respekt, Glückwunsch und grösstmöglichen Köhlerdank!!! Wäre das nicht ein ideales Köhlerweihnachtsgeschenk?! (KJT, 26/10/2021)

Das Buch ist erhältlich bei : Charles SCHLOSSER, 17 rue de Wingen F-67510-Lembach (cschlosser@wanadoo.fr) – 25 € + 7€ Versandkosten
Wer im September im Harz dabei war, erinnert sich bestimmt noch daran, dass eine junge Frau mit Mikrofon und Aufnahmegerät unter uns war, einige von uns interviewt und auch Aufnahmen der typischen Köhlertreffenatmosphäre gemacht hat. Sabine Lerche aus Köln hat auf diese Weise die Zutaten für eine Hörfunkreportage gesammelt, aus der sie anschliessend ihre Abschlussarbeit im Rahmen ihrer journalistischen Ausbildung erstellt hat. Das ist inzwischen alles mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. Der Europäische Köhlerverband gratuliert Sabine von Herzen!!! Über das gelungene Ergebnis freuen wir uns und dürfen es nun mit ausdrücklicher Erlaubnis der Produzentin hier einstellen. Viel Vergnügen beim Anhören und nachträglichen Eintauchen in die schönen Tage unseres Europatreffens im Harz... (01/22) Die Live-Reportage ist auch unter dem Menüpunkt "Publikationen" zu finden...
Am 20. Januar 2022 wurde dem Förderverein Köhlerei Romoos ein Anerkennungspreis von 20‘000 Franken der Albert Koechlin Stiftung überreicht. In der Begründung heisst es dazu: „Die Holzköhlerei ermöglicht eine ökologisch sinnvolle Nutzung von einheimischem Holz und damit willkommene Nebenverdienste für Kleinbauernfamilien. Darüber hinaus hat sie in der Schweiz auch eine kulturelle Bedeutung und ist ein wichtiger Bestandteil der Identität der Luzerner Napfgemeinde Romoos. Vor allem im Ortsteil Bramboden wird das alte Handwerk immer noch gepflegt. Die «Entlebucher Holzköhlerei» wurde denn auch 2011 als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO auf die Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz gesetzt. 2018 wurde der Förderverein Köhlerei Romoos gegründet und hat Mitglieder aus der ganzen Schweiz. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Holzköhlerei in Romoos materiell und ideell zu unterstützen.“
Monika Müri, Präsidentin des Fördervereins Köhlerei Romoos, sagte Dank: „Es war eine sehr grosse Überraschung für uns und wir sind hoch erfreut und dankbar, dass wir einen Anerkennungpreis erhalten, obwohl wir erst seit vier Jahren aktiv sind. Dass wir einer von insgesamt vier Preisträgern sind, ehrt und motiviert uns sehr“. Erwin Steiger, Vizepräsident des Stiftungsrates der Albert Koechlin Stiftung: „Man kann sich für die Preise der AKS nicht bewerben, sondern man wird einfach so und aus heiterem Himmel überrascht… Allen Preisträgern ist das Engagement für eine Leidenschaft, das Bewahren einer Tradition oder einer Einzigartigkeit ein zentrales Anliegen. Die privaten und ehrenamtlichen Initiativen verdienen Anerkennung.“ Als gemeinnützige Stiftung engagiert sich die Albert Koechlin Stiftung mit Projekten in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur, Wirtschaft und Umwelt in der Zentralschweiz und verleiht für herausragende Leistungen Anerkennungspreise.
Der Europäische Köhlerverband e.V. freut sich über diese Auszeichnung für den Förderverein und gratuliert von Herzen. (01/22)
Unter der Schirmherrschaft der Österreichischen Unesco-Kommission findet am 21./22. Mai 2022 ein Jubiläumsfest zum 11. Jahr der Anerkennung der traditionsreichen Handwerke der Pecherei und Köhlerei als immaterielles Kulturerbe in Österreich statt. Ausstellungen im Pechermuseum Hernstein, im Heimatmuseum Markt Piesting und im Waldbauernmuseum Gutenstein, Wanderungen auf einem Pecherlehrpfad und einem Weg des Harzes, Besichtigung eines Langmeilers bei Fam. Wieser in Rohr im Gebirge und Besichtigung eines Rundmeilers bei Fam. Hochecker in Michelbach lassen beide Waldhandwerke lebendig werden.
Der Europäische Köhlerverband e.V. gratuliert allen Vertretern von Pecherei und Köhlerei in Österreich und wünscht eine gute öffentliche Resonanz des Jubiläumsfestes!!! Allzeit GUT BRAND… (05/22)
Die Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“ (AiD) hat vor kurzem ein Sonderheft mit dem Titel „Bergbau durch die Jahrtausende“ veröffentlicht. Als Herausgeber zeichnet die Kommission Montanarchäologie des Verbandes der Landesarchäologien der Bundesrepublik Deutschland (VLA). Fachkundige Autoren aus unterschiedlichen Bundesländern geben auf mehr als 100 Seiten fundierte Einblicke in die Geschichte des Bergbaus in den klassischen deutschen Bergbauregionen. Das gesamte Spektrum der bergbaulichen Aktivitäten in der Suche nach Erzen, Feuersteinen, edlen Metallen, Kohle usw. wird darin thematisiert. Es bleibt nicht allein bei der Darstellung der bergbaulichen Aktivitäten. Auch die weitere Verarbeitung der gehobenen Schätze mit Hilfe von Köhlerei, Hüttenwesen, Kokereien usw. wird umfassend in ihren technologischen Zusammenhängen vorgestellt. Ein überaus spannender Einblick in die Bergbaugeschichte durch die Brille der Montanarchäologen, der auch für Köhler sehr zu empfehlen ist!!!
Bezug über „Archäologie in Deutschland“, Themenheft 23/2022, Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg)
Dolivostraße 17, 64293 Darmstadt, www.wbg-wissenverbindet.de (05/22)
„Der Umweltpreis der Hanse- und Universitätsstadt Rostock 2022 wird verliehen an den Verein
Freunde und Förderer des Forst- und Köhlerhofes Wiethagen e.V.
für das hohe Engagement in 30 Jahren aktiver Arbeit für Umwelt, Natur und Heimat
Oberbürgermeister C.R. Madsen und Senator für Infrastruktur, Umwelt und Bau H. Matthäus
Rostock, 9. Juni 2022“
Der Europäische Köhlerverband e.V. gratuliert von Herzen zu dieser wohlverdienten Auszeichnung!!!
GUT BRAND…
Am 14. Juli 2022, dem französischen Nationalfeiertag, wurde Charles Schlosser zum Ehrenbürgermeister von Lembach ernannt. Viele Jahre war er dort als Bürgermeister tätig. Im Europäischen Köhlerverband ist er seit Jahren bekannt und engagiert, u.a. als Präsident der Charbonniers du Fleckenstein, als Hauptorganisator des 11. Europäischen Köhlertreffens in Lembach im Jahr 2017, als Autor des ausgezeichneten Köhlerbuches "Le charbonnier, une longue histoire", als Ehrenmitglied des EKV, als Schriftführer im EKV-Vorstand und aktuell als Inspirator und Organisator der europäischen Anzündestaffel zum 25. Geburtstag unseres Verbandes. Bei der Station dieser Staffel in Baiersbronn haben wir ihm mit geballter Köhlerherzlichkeit beim Meileranzünden am Abend des 14. Juli gratuliert. Auf dem Foto von links nach rechts: Sepp Gilch (Vizepräsident), Volker Rill (Beisitzer im Präsidium), Charles Schlosser (Schriftführer), Karl Josef Tielke (Präsident) und Thomas Faißt (Beisitzer im Präsidium und Köhler in Baiersbronn). Der EKV gratuliert seinem verdienten Mitglied Charles von Herzen zu dieser ehrenvollen Auszeichnung!!! Allzeit GUT BRAND... (07/22)
Am Gedenktag des heiligen Köhlers Alexander Carbonarius, dem 11. August, wird in der Wallfahrtskirche auf dem Kohlhagen (Kohlhagen 2, D-57399 Kirchhundem) erstmalig ein Köhlergottesdienst für die lebenden und verstorbenen Köhler gefeiert. Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr. Wallfahrtsseelsorger Pater Jürgen Heite (SAC) und Karl Josef Tielke, Köhler und Präsident des Europäischen Köhlerverbandes, laden Köhler und Köhlersympathisanten herzlich ein. Im Anschluss an den Gottesdienst erzählt Martin Vormberg, ehemaliger Archivar der Gemeinde Kirchhundem, etwas zur Geschichte und Köhlervergangenheit des Kohlhagen.


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